Prof. Dr. Hans Uszkoreit

Prof. Dr. Hans Uszkoreit ist Chief Scientist und Mitgründer des KI-Start-ups nyonic und Wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), wo er den Forschungsbereich Sprachtechnologie und den Berliner Standort geleitet hat und heute Forschungskooperationen betreut.

Professor Uszkoreit ist seit über 35 Jahren in der KI-Forschung aktiv. In den USA arbeitete er am Stanford Research Center (SRI) und an der Stanford University und in Deutschland bei IBM, bevor er 1988 den Ruf auf einen Lehrstuhl an der Universität des Saarlandes annahm, den er bis 2015 innehatte. Am DFKI leitete er mehr als 25 Jahre lang den Forschungsbereich Sprachtechnologie und war als Standortsprecher erst für den Standort Saarbrücken und dann für den von ihm aufgebauten Standort Berlin zuständig. Von 2017 bis 2019 lebte er in Peking, wo er ein KI-Technologiezentrum sowie die Firma GIANCE gründete und den HiTech-Multi Lenovo als Chief AI Advisor beriet.

Uszkoreits Forschungsergebnisse zu Sprach- und Wissenstechnologien sind in über 250 internationalen Publikationen dokumentiert. Er wurde zum Mitglied der European Academy of Sciences gewählt und erhielt zwei Google Research Awards.


Video: Generative AI: Stärken, Chancen und Risiken

Durch ChatGPT konnten sich bereits Millionen von Nutzer:innen von den Fähigkeiten der generativen KI überzeugen. Die neue KI mit ihren eloquenten und superschlauen Basismodellen wird nicht nur die Wirtschaft, sondern auch alle anderen Bereiche der Gesellschaft tiefgreifend verändern.

In seinem Vortrag wird Prof. Hans Uszkoreit schildern, was diese Modelle von der bisherigen KI unterscheidet. Ferner wird er darauf eingehen, warum und auf welche Weise die KI-Modelle die menschliche Intelligenz einerseits ganz deutlich übertreffen und andererseits in bestimmten Aspekten auch nicht annähernd erreichen. Er wird erläutern, wie sich Wissen und Können der KI-Modelle auch von der menschlichen Kognition unterscheiden. An Beispielen wird er dann zeigen, wie die gescheite Kombination von menschlicher und maschineller Intelligenz Leistungen erbringen kann, zu denen weder Mensch noch Maschine allein imstande sind.

Diese mächtige Technologie konfrontiert uns auch mit interessanten Herausforderungen. Die Arbeitswelt, unsere Bildung und unser Rechtssystem müssen sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Andererseits müssen aber auch Wissen und Fähigkeiten der Modelle an die Bedürfnisse und die kulturellen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen der Einsatzgebiete angepasst werden.

Derzeit ist die Technologie geographisch sehr ungleich verteilt. Welche Risiken ergeben sich daraus für unsere Sicherheit und technologische Souveränität? Durch die gigantischen Rechenaufwände für das Trainieren der Gigamodelle konzentrieren sich die besten Systeme und auch die technologische Kompetenz auf wenige Orte bzw. in wenigen großen internationalen Unternehmen. ie meisten und die leistungsfähigsten Foundation-Modelle befinden sich in den USA und in China. Wie könnte Europa sicherstellen, dass auch unsere Wirtschaft und Gesellschaft ohne zu große Abhängigkeiten von der KI profitieren werden?

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