Timotheus Höttges

Timotheus Höttges, geboren 1962, ist seit Januar 2014 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG. Von 2009 bis zu seiner Berufung zum Vorstandsvorsitzenden verantwortete er als Mitglied des Konzernvorstands das Ressort Finanzen und Controlling. Zuvor leitete er den Bereich T-Home und war für das Festnetz- und Breitbandgeschäft sowie den integrierten Vertrieb und Service in Deutschland zuständig. Unter seiner Leitung gewann T-Home die DSL-Marktführerschaft im Neukundengeschäft und entwickelte das Internet-Fernsehen Entertain zum Massenmarktprodukt bei gleichzeitiger Stabilisierung der Ertragskraft. Höttges arbeitete nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln drei Jahre in einer Unternehmensberatung, zuletzt als Projektleiter. Ende 1992 wechselte er zum VIAG Konzern in München, wo er seit 1997 als Bereichsleiter, später als Generalbevollmächtigter für Controlling, Unternehmensplanung sowie Merger und Acquisitions verantwortlich war. Als Projektleiter war er maßgeblich an der Fusion von VIAG AG und VEBA AG zur E.ON AG beteiligt, die am 27. September 2000 wirksam wurde.

Referent der Petersberger Gespräche 2015.


Timotheus Höttges: Interview


Mensch und Maschine. Das neue Miteinander in der digitalisierten Welt.

Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. Und alles, was vernetzt werden kann, wird vernetzt. Darum geht es im Kern bei der „digitalen Revolution“ bzw. der „digitalen Evolution“. Evolution, weil die Digitalisierung mit Auslese verbunden ist. Wer sich nicht anpasst, geht unter. Und Revolution, weil die Digitalisierung sich in einem ungeheuren Tempo vollzieht. Es handelt sich um eine exponentielle Entwicklung, die unser durch lineares Denken bestimmtes Vorstellungsvermögen zum Teil übersteigt. Wie aber reagieren wir auf eine womöglich unvorstellbare Zukunft? Wie richten wir Denken und Handeln neu aus? Was tun wir, wenn bis 2020 tatsächlich bis zu 50 Prozent aller Arbeitsplätze durch Maschinen ersetzt werden? Weil diese nicht mehr nur Muskelkraft, sondern auch geistige Tätigkeiten substituieren. Angst und Technologieskeptizismus werden nicht weiterhelfen. Sie verhindern nur, dass wir Chancen verpassen, bei denen andere zugreifen. Stattdessen müssen wir die Gesellschaft so positionieren, dass sie sich flexibel auf jede noch so unvorstellbare Zukunft einstellen kann. Bausteine und Anstöße dafür liefert der Vortrag.

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