Ranga Yogeshwar

Ranga Yogeshwar, geboren 1959, Diplomphysiker, arbeitete von 1987 bis 2008 als Wissenschaftsredakteur beim WDR in Köln und ist inzwischen als freier Journalist und Autor tätig. Er entwickelte und moderierte zahlreiche Sendungen (u.a. „Quarks & Co“, „Die große Show der Naturwunder“, „Wissen vor acht“), in denen Wissenschaft allgemeinverständlich vermittelt wird.
Ausgezeichnet mit über 50 Ehrungen und Preisen, darunter der Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Journalistik (1998), der Grimme-Preis (2003), der Deutsche Fernsehpreis (2011) und viele Journalistenpreise in verschiedenen Kategorien, wurde Ranga Yogeshwar 2009 die Ehrendoktorwürde der Universität Wuppertal verliehen. Seine beiden Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Im Oktober 2017 erscheint sein neues Buch „Nächste Ausfahrt Zukunft“, welches sich mit den gesellschaftlichen Folgen des Umbruchs auseinandersetzt.
Ranga Yogeshwar ist verheiratet, Vater von 4 Kindern und lebt in der Nähe von Köln.


Nächste Ausfahrt Zukunft

Wir erleben derzeit eine epochale Scharnierphase so wie einst, als das Mittelalter durch die Renaissance abgelöst wurde oder die Moderne das Bürgertum erschütterte. In solchen historischen Epochen veränderten technische Neuerungen die Gesellschaft und die Selbstsicht des Menschen. Die digitale Revolution wird uns ebenfalls verändern: Aus Massenmedien werden die Medien der Massen, die Konsequenzen von Big Data und künstlicher Intelligenz könnten das Ende der Kausalität einläuten. Wird der Einsatz von Algorithmen einen Phasenübergang unserer Gesellschaftsordnung auslösen? „Zukunft“ ist nicht unbedingt mehr ein positiv besetzter Begriff. Viele fürchten sich vor einer Welt, die so anders sein wird als alles, was wir kennen. Daher auch regressive Entwicklungen wie der Rückfall in Nationalismus und Abschottung oder die instabile Eigendynamik der Finanzmärkte. Wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung. Was wird sich ändern, was bleibt und wie können wir diese Zukunft gemeinsam gestalten?


Ein gefährlicher Pakt? – Die selbstgewählte digitale Unmündigkeit im Kontext von Digitalisierung und Ökonomie

  • Wie formt die Digitalisierung unser Fühlen, Denken und Handeln?
  • Was passiert mit dem Menschlichen, Zufälligen und Individuellen in einer Welt der digitalen Transparenz, Messbarkeit und des Vergleichs?
  • Wie fügt sich die Verwandlung von allem und jedem in ein erfassbares und analysierbares „Objekt“ in die gegenwärtige Ökonomie ein? Warum akzeptieren wir die Pulverisierung unserer Privatsphäre und ändern nicht unser Verhalten – weder auf privater noch nationaler Ebene?
  • Greift der bei Shareconomy, Crowdfunding und Open Source in Ansätzen beobachtbare Cultural Change – oder ist es letztlich doch zu bequem, unmündig zu sein?
  • Was können Bildung und Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft sowie Politik und Gesellschaft tun, um vom bloßen Konsumieren zum aktiven Gestalten unserer digitalen Welt überzugehen?
  • Wie gewinnen wir die Handlungshoheit über unsere Informationssphäre wieder?